Gullfoss – Die goldene Königin Islands

Gullfoss

Wo

Etwa 120 Kilometer nordöstlich von Reykjavík liegt Gullfoss im Tal des Flusses Hvítá. Als Teil des berühmten „Goldenen Kreises“ bildet er gemeinsam mit dem Nationalpark Þingvellir und dem Geothermalgebiet Haukadalur eine der eindrucksvollsten Natur-Routen Islands. Die Anfahrt ist bequem, doch der Anblick wirkt alles andere als gewöhnlich.

Wann

Gullfoss ist das ganze Jahr über zugänglich. Im Sommer glitzert das Wasser im langen Tageslicht, im Winter rahmen Eis und Schnee die Fallstufen ein. Besonders eindrucksvoll ist der Wasserfall bei Sonnenschein, wenn sich Regenbögen über der Schlucht spannen.

Größe / Fläche

Der Fluss stürzt in zwei Stufen insgesamt etwa 32 Meter hinab. Zunächst fällt das Wasser breit über eine erste Kante, bevor es sich dramatisch in eine enge, bis zu 70 Meter tiefe Schlucht ergießt. Mit einer Breite von rund 70 Metern und enormer Wassermenge entfaltet Gullfoss eine monumentale Präsenz.

Umgebung

Weite Hochlandflächen, dunkles Basaltgestein und die Nähe zum Gletscher Langjökull prägen die Landschaft. Der Horizont scheint unendlich, und das Tosen des Wassers hallt zwischen den Felswänden wider. Die Schlucht entstand am Ende der letzten Eiszeit – ein Zeugnis gewaltiger Naturkräfte.

Klima

Das subpolare Klima bringt häufig Wind und schnelle Wetterwechsel. Selbst im Sommer bleibt es meist kühl, und die Gischt sorgt für eine zusätzliche Frische. Im Winter verwandeln Eisformationen den Wasserfall in eine beinahe surreale Szenerie.

Tipps & Anekdote

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sollte Gullfoss zur Energiegewinnung genutzt werden. Eine junge Frau namens Sigríður Tómasdóttir kämpfte entschlossen gegen dieses Vorhaben. Der Überlieferung nach drohte sie sogar, sich in die Schlucht zu stürzen, sollte der Wasserfall zerstört werden. Ihr Einsatz trug entscheidend dazu bei, dass Gullfoss erhalten blieb – ein frühes, beeindruckendes Kapitel des Naturschutzes in Island.

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