Unweit des Dorfes Skógar, direkt an der Ringstraße, erhebt sich der gewaltige Skógafoss. Er liegt zwischen Seljalandsfoss und dem Kap Dyrhólaey und gehört zu den bekanntesten Wasserfällen Islands. Sein Wasser stammt vom Gletscher Eyjafjallajökull und fällt mit beeindruckender Kraft in die Tiefe.
Wann
Ganzjährig zugänglich, zeigt er sich im Sommer lebendig und lichtdurchflutet, im Herbst in warmen Farbtönen und im Winter mit gefrorenen Rändern. Besonders bei Sonnenschein entstehen durch die dichte Gischt regelmäßig doppelte Regenbögen.
Größe / Fläche
Etwa 60 Meter hoch und 25 Meter breit stürzt das Wasser in einer nahezu geraden Linie hinab. Die massive Fallwand wirkt wie eine Naturbühne, auf der Wasser und Licht ihr eigenes Schauspiel inszenieren.
Umgebung
Skógafoss fällt von einer ehemaligen Küstenklippe herab. Eine lange Treppe mit rund 500 Stufen führt hinauf zur oberen Kante, von wo aus sich ein weiter Blick über Südisland eröffnet. Von hier beginnt auch der berühmte Wanderweg Fimmvörðuháls.
Klima
Wechselhaftes Küstenklima mit hoher Luftfeuchtigkeit prägt den Ort. Die Gischt sorgt selbst an warmen Tagen für kühle Frische.
Tipps & Anekdote
Der Legende nach versteckte der Wikinger Þrasi Þórólfsson hinter dem Wasserfall eine Truhe voller Gold. Jahrhunderte später soll ein Junge einen Ring aus der Truhe gefunden haben – als er ihn greifen wollte, riss der Rest der Truhe in die Tiefe. Der Ring ist heute im Museum von Skógar zu sehen. Vielleicht ist es gerade diese Geschichte, die den Regenbögen am Skógafoss einen Hauch von Schatzsuche verleiht.